Steven Wilson geht in die Top 3

Ich habe mir vor einiger Zeit bereits die neue Steven Wilson "Hand.Cannot.Erase" vorgenommen und für das Magazin HiFi-Stars rezensiert. Heute ist klar, Wilson steigt erneut auf Platz 3 der deutschen Album-Charts ein. Schönes Detail, absolut hat er dabei sogar doppelt so viele Exemplare des Albums verkauft, wie vom Vorgänger "The Raven that refused to sing". Gratulation. Und hier nun also meine Rezension zum Album:

"Das vierte Solo-Werk des britischen Multiinstrumentalisten überrascht einmal mehr mit frischen, andersartigen Klangfarben und neuen Melodiebögen. Eingespielt mit seiner bestens aufeinander abgestimmten Live-Band hat Wilson wieder mehr elektronische Klänge in seinen Klangkosmos einziehen lassen. Ob das gefilterte Beats oder Synthesizer-Klänge sind, sie werden gewohnt stimmig in die nach wie vor aufwendigen Arrangements eingearbeitet. Es gibt kräftige Rockriffs („Home invasion“) und vertrackte Metren („Routine“) aber auch harmonische Songs, die auch aus seiner Zeit bei der Band Blackfield hätten stammen können wie das Titelstück. Und es gibt Ohrwürmer wie das komplett unerwartete aber sehr eingängige „Perfect life“ mit einer sprechenden Frauenstimme zu Beginn und einem Refrain zum Niederknien oder auch das feine „Happy returns“. Inhaltlich dreht sich alles um das Leben einer jungen Frau, die vom Land in die große Stadt zog und dann auf einmal verschwand. Nach drei Jahren fand man sie tot in ihrer Wohnung, keiner hatte sie vermißt. Vereinsamung und Anonymität sind die großen Themen dieses anspruchsvollen und gleichzeitig wunderbar eingängigen Albums. Klanglich erinnert die Mischung eher an die ersten beiden (gut klingenden) Solo-Alben von Steven Wilson, denn an das audiophile Ausnahmealbum „The raven that refused to sing“. Musikalisch setzt Wilson aber nochmals einen drauf!"

Steven Wilson - Hand. Cannot. Erase. (quotes trailer) from Kscope on Vimeo.